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Ratgeber

Familienfilm statt nur Fotos: Warum euch später die Stimmen fehlen

Von Tom Schiansky, aktualisiert am . Lesezeit 2 Minuten.

Fotos zeigen, wie ihr ausseht. Ein Film zeigt, wie ihr klingt: das Kichern beim Pfannkuchenwenden, Omas Stimme, wie die Kleine zum ersten Mal „Papa“ sagt. Genau das fehlt auf fast jedem Handyvideo, weil der, der filmt, nie mit drauf ist.

Eine schwangere Mutter kuschelt mit ihrem Kleinkind im Bett, Morgenlicht fällt durchs Fenster
Morgens im Bett. Auf einem Foto sieht man es, im Film hört man es.

Warum Handyvideos selten reichen

Die meisten Familien haben Hunderte kurze Clips auf dem Handy. Angeschaut werden sie selten: zu viele, zu wackelig, und die Person, die filmt, fehlt immer.

Dazu kommt etwas Überraschendes: Wer ständig selbst fotografiert, erinnert sich schlechter. In einer Studie der Psychologin Linda Henkel erinnerten sich Museumsbesucher schlechter an Kunstwerke, die sie fotografiert hatten, als an solche, die sie nur angeschaut hatten. Wer das Handy weglegt und jemand anderen festhalten lässt, ist also doppelt dabei.

Was einen guten Familienfilm ausmacht

  • Ruhige, lange Einstellungen statt schneller Schnitte
  • Originalton zuerst, Musik leise darunter
  • Alle sind drauf, auch die Eltern
  • Ein Rahmen, der trägt: ein Erlebnis, ein Tag, eine Geschichte

Wie lang ein Familienfilm sein sollte

Lang genug, um anzukommen, kurz genug, um ihn immer wieder anzuschauen. Bei mir dauert der Kurzfilm 60 bis 90 Sekunden, der Familienfilm fünf bis sechs Minuten. Dazu gibt es eine 60-Sekunden-Version zum Teilen.

Der Brief an euer Kind

Beim Familientag sprecht ihr ein paar Sätze an euer Kind: was ihr ihm wünscht, worüber ihr gerade lacht. Die Sätze sind im Film zu hören. Euer Kind hört sie vielleicht erst mit 18.

Ein kleines Funkmikro tragt dafür nur ihr Eltern, nie die Kinder.

Was ein Familienfilm kostet

Bei mir gibt es Film in zwei Paketen: Joy mit Kurzfilm für 1.600 Euro und den Familientag mit einem Film von fünf bis sechs Minuten für 3.000 Euro. Fotos sind jeweils dabei, mit allen bearbeiteten Bildern. Mehr dazu auf der Seite Familie und Kinder.

Häufige Fragen

Wie lang sollte ein Familienfilm sein?

Fünf bis sechs Minuten für einen ganzen Tag, dazu eine kurze Version von 60 Sekunden zum Teilen.

Kann man Fotos und Film gleichzeitig machen lassen?

Ja. Ich arbeite mit zwei Kameras und einem festen Rhythmus: In jeder Szene filme ich zuerst ein paar Minuten, dann fotografiere ich.

Wird unser Familienfilm veröffentlicht?

Nur, wenn ihr vorher schriftlich zustimmt. Standardmäßig liegt er auf einer privaten Filmseite.

Quellen

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